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<title>the diaries of Franz Kafka</title>
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<title>!!!Jüdinnen (2)!!!Jüdinnen (2)</title>
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<![CDATA[<p>!!!Wir sind jetzt fast gewöhnt, in westeuropäischen Erzählungen, sobald sie nur einige Gruppen von Juden umfassen wollen, unter oder über der Darstellung gleich auch die Lösung der Judenfrage zu suchen und zu finden. In den Jüdinnen nun wird eine solche Lösung nicht gezeigt ja nicht einmal vermuthet, denn gerade jene Personen, die sich mit solchen Fragen beschäftigen stehen in der Erzählung weiter vom Mittelpunkt ab, dort wo die Ereignisse sich schon rascher drehn, so daß wir sie zwar noch genau beobachten können, aber keine Gelegenheit mehr finden, um von ihnen eine ruhige Auskunft über ihre Bestrebungen zu erhalten. Kurz entschlossen erkennen wir darin einen Mangel der Erzählung und fühlen uns zu einer solchen Ausstellung umso mehr berechtigt, als heute seit dem Dasein des Zionismus die Lösungsmöglichkeiten so klar um das jüdische Problem herum angeordnet sind, daß der Schriftsteller schließlich nur einige Schritte hätte machen müssen, um die seiner Erzählung gemäße Lösungsmöglichkeit zu finden.</p>

<p>Dieser Mangel entspringt aber noch einem andern. Den Jüdinnen fehlen die nichtjüdischen Zuschauer, die angesehenen gegensätzlichen Menschen, die in andern Erzählungen das Jüdische herauslocken, daß es gegen sie vordringt, in Verwunderung, Zweifel, Neid Schrecken und endlich, endlich in Selbstvertrauen versetzt wird, jedenfalls sich aber erst ihnen gegenüber in seiner ganzen Länge aufrichten kann. Das eben verlangen wir, eine andere Auflösung von Judenmassen erkennen wir nicht an. Auch berufen wir uns auf dieses Gefühl nicht nur in diesem Fall, es ist in einer Richtung wenigstens allgemein. So freut uns auch auf einem Fußweg in Italien das Aufzucken der Eidechsen vor unsern Schritten ungemein immerfort möchten wir uns bücken, sehn wir sie aber bei einem Händler zu Hunderten in den großen Flaschen durcheinanderkriechen in denen man sonst Gurken einzulegen pflegt so wissen wir uns nicht einzurichten</p>

<p>Beide Mängel vereinigen sich zu einem dritten. Die "Jüdinnen" können jenen vordersten Jüngling entbehren, der sonst innerhalb seiner Erzählung die besten zu sich reißt und in schöner radialer Richtung an die Grenzen des jüdischen Kreises führt. Das eben will uns nicht eingehn, daß diesen Jüngling die Erzählung entbehren kann, hier ahnen wir einen Fehler mehr, als daß wir ihn sehn.!!!By now we are almost accustomed in Western European stories, as soon as they try to encompass any groups of Jews, to seek out and find beneath or above the portrayal the solution to the Jewish question as well. But in <i>Jüdinnen</i> such a solution is not shown and not even attempted, since the very characters who are occupied with such questions stand farthest from the center of the story, where events turn more quickly, so that we can still observe them but no longer have a chance to get from them a calm report of their efforts. Suddenly we perceive this as a flaw in the story, and feel ourselves all the more justified in this dismissal since today, with the coming of Zionism, the possible solutions to the Jewish problem are so clearly laid out that the writer would, after all, only have needed a few steps to find the particular possible solution appropriate to his story.</p>

<p>This flaw arises from yet another. <i>Jüdinnen</i> lacks the non-Jewish onlookers, those respectable opponents who in other stories draw forth the Jewishness so that it pushes out against them, shifts into astonishment, doubt, envy, terror, and finally, finally into self-confidence, but in any case can straighten itself to its full length only against them. Just that is what we demand, we don't recognize any another resolution of the Jewish material. And we don't rely on such a feeling in this case alone, at least in one direction it is general. On a footpath in Italy, for instance, we are delighted when a lizard darts off exquisitely from our footsteps, we keep wanting to bend down, but if we see them at a shop by the hundreds, crawling over one another in the large glasses where pickles are usually kept, then we don't know how to handle it</p>

<p>Both flaws combine into a third. <i>Jüdinnen</i> can do without that foremost youth who in such a story usually pulls the best things to himself and leads them outward, in a beautiful radial direction, to the borders of the Jewish circle. That is precisely what we won't accept, that the story can do without this youth, here we sense a fault more than we see it.</p>]]>

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<title>!!!Jüdinnen (1)!!!Jüdinnen (1)</title>
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<summary type="text/plain">!!!Da sich der Leser gewöhnt hat, in den westeuropäischen zeitgenössischen Judenerzählungen gleich unter oder über der Erzählung auch die Lösung der Judenfrage zu suchen und zu finden, in den &quot;Jüdinnen&quot; aber eine solche Lösung nicht gezeigt und nicht einmal vermuthet...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!Da sich der Leser gewöhnt hat, in den westeuropäischen zeitgenössischen Judenerzählungen gleich unter oder über der Erzählung auch die Lösung der Judenfrage zu suchen und zu finden, in den "Jüdinnen" aber eine solche Lösung nicht gezeigt und nicht einmal vermuthet wird, so ist es möglich daß der Leser kurz entschlossen darin einen Mangel der "Jüdinnen" erkennt, und nur ungern zusieht wenn Juden im Tageslicht herumgehn sollen ohne politische Aufmunterung aus Vergangenheit oder Zukunft. Er muß sich hiebei sagen, daß, besonders seit dem Aufkommen des Zionismus, die Lösungsmöglichkeiten um das jüdische Problem herum, so klar angeordnet liegen, daß es schließlich nur einer Körperwendung des Schriftstellers bedarf um eine bestimmte, dem vorliegenden Teil des Problems gemäße Lösung zu finden.!!!Readers have become accustomed, in contemporary Western European Jewish stories, to seek out and find just above or beneath the story the solution to the Jewish question as well; but in <i>Jüdinnen</i> such a solution is not portrayed and not even attempted, so that the reader might well suddenly perceive this as a flaw in <i>Jüdinnen</i>, and will look on only reluctantly if Jews should come into the daylight without political encourangement from the past or the future. Here he must say to himself that, particularly since the advent of Zionism, the possible solutions to the Jewish problem are so clearly laid out that the author need only turn his body, after all, to find a particular solution appropriate to that part of the problem lying before him.</p>]]>

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<title>!!!Mein Besuch bei Dr. Steiner!!!My visit to Dr. Steiner</title>
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<summary type="text/plain">!!!Mein Besuch bei Dr. Steiner. Eine Frau wartet schon (oben im 2. Stock des Viktoriahotel in der Jungmannsstraße) bittet mich aber dringend vor ihr hineinzugehn. Wir warten. Die Sekretärin kommt und vertröstet uns. In einem Korridordurchblick sehe ich ihn. Gleich...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!Mein Besuch bei Dr. Steiner.</p>

<p>Eine Frau wartet schon (oben im 2. Stock des Viktoriahotel in der Jungmannsstraße) bittet mich aber dringend vor ihr hineinzugehn. Wir warten. Die Sekretärin kommt und vertröstet uns. In einem Korridordurchblick sehe ich ihn. Gleich darauf kommt er mit halb ausgebreiteten Armen auf uns zu. Die Frau erklärt, ich sei zuerst dagewesen. Ich geh nun hinter ihm wie er mich in sein Zimmer führt. Sein an Vortragabenden wie gewichst schwarzer Kaiserrock, (nicht gewichst, sondern nur durch sein reines Schwarz glänzend) ist jetzt bei Tageslicht (3" nachmittag) besonders auf Rücken und Achseln staubig und sogar fleckig. In seinem Zimmer suche ich meine Demut, die ich nicht fühlen kann, durch Aufsuchen eines lächerlichen Platzes für meinen Hut zu zeigen; ich lege ihn auf ein kleines Holzgestell zum Stiefelschnüren. Tisch in der Mitte, ich sitze mit dem Blick zum Fenster, er an der linken Seite des Tisches. Auf dem Tisch etwas Papiere mit paar Zeichnungen, die an jene der Vorträge über okkulte Physiologie erinnern. Ein Heftchen Annalen für Naturphilosophie bedeckt einen kleinen Haufen Bücher, die auch sonst herumzuliegen scheinen. Nur kann man nicht herumschauen, da er einen mit seinem Blick immer zu halten versucht. Tut er es aber einmal nicht, so muß man auf die Wiederkehr des Blickes aufpassen. Er beginnt mit einigen losen Sätzen: Sie sind doch der Dr. Kafka Haben Sie sich schon länger mit Teosophie beschäftigt? Ich aber dringe mit meiner vorbereiteten Ansprache vor: Ich fühle wie ein großer Teil meines Wesens zur Teosophie hinstrebt, gleichzeitig aber habe ich vor ihr die höchste Angst. Ich befürchte nämlich von ihr eine neue Verwirrung, die für mich sehr arg wäre, da eben schon mein gegenwärtiges Unglück nur aus Verwirrung besteht. Diese Verwirrung liegt in Folgendem: Mein Glück, meine Fähigkeiten und jede Möglichkeit irgendwie zu nützen liegen seit jeher im Litterarischen. Und hier habe ich allerdings Zustände erlebt (nicht viele) die meiner Meinung nach den von Ihnen Herr Doktor beschriebenen hellseherischen Zuständen sehr nahestehen, in welchen ich ganz und gar in jedem Einfall wohnte, aber jeden Einfall auch erfüllte und in welchen ich mich nicht nur an meinen Grenzen fühlte, sondern an den Grenzen des Menschlichen überhaupt. Nur die Ruhe der Begeisterung, wie sie dem Hellseher wahrscheinlich eigen ist, fehlte doch jenen Zuständen, wenn auch nicht ganz. Ich schließe dies daraus, daß ich das Beste meiner Arbeiten nicht in jenen Zuständen geschrieben habe. – Diesem Literarischen kann ich mich nun nicht vollständig hingeben, wie es sein müßte, undzwar aus verschiedenen Gründen nicht. Abgesehen von meinen Familienverhältnissen könnte ich von der Litteratur schon infolge des langsamen Entstehens meiner Arbeiten und ihres besonderen Charakters nicht leben; überdies hindert mich auch meine Gesundheit und mein Charakter daran, mich einem im günstigsten Falle ungewissen Leben hinzugeben. Ich bin daher Beamter in einer socialen Versicherungsanstalt geworden. Nun können diese zwei Berufe einander niemals ertragen und ein gemeinsames Glück zulassen. Das kleinste Glück in einem wird ein großes Unglück im zweiten. Habe ich an einem Abend gutes geschrieben, brenne ich am nächsten Tag im Bureau und kann nichts fertig bringen. Dieses Hinundher wird immer ärger.</p>

<p>Im Bureau genüge ich äußerlich meinen Pflichten, meinen innern Pflichten aber nicht und jede nichterfüllte innere Pflicht wird zu einem Unglück, das sich aus mir nicht mehr rührt. Und zu diesen zwei nie auszugleichenden Bestrebungen soll ich jetzt die Teosophie als dritte führen? Wird sie nicht nach beiden Seiten hin stören und selbst von beiden gestört werden? Werde ich, ein gegenwärtig schon so unglücklicher Mensch die 3 zu einem Ende führen können? Ich bin gekommen Herr Doktor Sie das zu fragen, denn ich ahne, daß, wenn Sie mich dessen für fähig halten, ich es auch wirklich auf mich nehmen kann.</p>

<p>Er hörte äußerst aufmerksam zu, ohne mich offenbar im geringsten zu beobachten, ganz meinen Worten hingegeben. Er nickte von Zeit zu Zeit, was er scheinbar für ein Hilfsmittel einer starken Koncentration hält. Am Anfang störte ihn ein stiller Schnupfen, es rann ihm aus der Nase, immerfort arbeitete er mit dem Taschentuch bis tief in die Nase hinein, einen Finger an jedem Nasenloch!!!My visit to Dr. Steiner.</p>

<p>A woman is already waiting (up on the third floor of the Victoria Hotel at Jungmannsstrasse) but insists that I go in before her. We wait. The secretary comes with promises. Down the corridor I catch a glimpse of him. Immediately afterward he comes up to us with half-extended arms. The woman explains that I was the first to come. I walk behind him now, as he directs me into his room. His Kaiser gown, which on lecture evenings seems mopped black (not mopped, but rather radiant in its own blackness) is now by daylight (at 3 in the afternoon) dusty and even spotted, especially on the back and shoulders. In his room I try to show my humility, which I can't feel, by looking for a ridiculous place for my hat; I put it on a small wooden rack for lacing boots. In the center a table, I sit with a view of the window, he on the left side of the table. Some papers on the table, with a few drawings recalling one of the lectures on occult physiology. A small volume of annals in natural philosophy tops a short pile of books, other books lie around elsewhere. You can't look around now, for he keeps seeking to hold you with his gaze, and if he fails at it once, you must look out for the gaze's return. He begins with a few loose sentences: So you are Dr. Kafka? Have you been interested long in Theosophy? But I press forward with my prepared speech: I feel as if a large part of my being is drawn to Theosophy, but at the same time I have the greatest fear of it. I'm afraid of it bringing a new confusion, which would be terrible for me, seeing as my present unhappiness consists of nothing but confusion. The nature of the confusion is this: my happiness, my abilities and any possibility of using them have always lain in literature. And here I have even experienced states (not many) which in my opinion lie very close to the clairvoyant states that you describe, Herr Doctor, in which I lived entirely within each idea, but also fulfilled each idea, and in which I felt myself not only at my own bounds but at the bounds of all humanity. Only the ecstatic peace which may be unique to the clairvoyant was missing from these states, though not quite entirely. I leave out of this that I have not written my best work in these states. &#151; Currently I can't devote myself entirely to these literary pursuits, as I should, and for various reasons. Apart from my family situation, I couldn't live from literature alone because of the slow development of my work and its particular character; in addition, my health and my character prevent me from devoting myself to a life that is uncertain at best. So I have become an office worker at a social insurance institute. Now these two professions could never tolerate one another and accept a shared fortune. The least good fortune in one is a great misfortune in the other. If I have written something good one evening, the next day in the office I am on fire and can't get anything finished. This back-and-forth is getting steadily worse.</p>

<p>In the office I fulfill my duties outwardly, but not my inner duties, and each unsatisfied inner duty turns into an unhappiness which never stirs out of me. And to these two endeavors, never to be balanced, shall I now add Theosophy as a third? Will it not disturb them on both sides and itself be interrupted from both? Will I, presently such an unhappy person, be able to carry these three to a conclusion? I have come, Herr Doctor, to ask you this, for I feel that if you consider me capable of it, I too can really take it upon myself.</p>

<p>He listened very attentively, without seeming to attend to me in the least, entirely devoted to my words. He nodded from time to time, which for him seemed to be an aid to strict concentration. At the beginning a silent cold disturbed him, it ran out of his nose, he kept working at it with his handkerchief deep in his nose, a finger on either nostril</p>]]>

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<title>!!!Daß ich Dr. Steiner aufsuchen werde!!!That I would look up Dr. Steiner</title>
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<summary type="text/plain">!!!28. III 11. Maler Pollak-Karlin, seine Frau zwei breite große Vorderzähne oben, die das große eher flache Gesicht zuspitzen, Frau Hofrath Bittner, Mutter des Komponisten, der das Alter ihr starkes Knochengerüst so hervortreibt, daß sie zumindest im Sitzen wie ein...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!28. III 11. Maler Pollak-Karlin, seine Frau zwei breite große Vorderzähne oben, die das große eher flache Gesicht zuspitzen, Frau Hofrath Bittner, Mutter des Komponisten, der das Alter ihr starkes Knochengerüst so hervortreibt, daß sie zumindest im Sitzen wie ein Mann aussieht: – Dr. Steiner wird so sehr von seinen abwesenden Schülern in Anspruch genommen – Beim Vortrag drängen sich die Toten so sehr an ihn. Wißbegierde? Haben sie es aber eigentlich nötig. Offenbar doch. – Schläft 2 Stunden. Seitdem man ihm einmal das Elektrische Licht eingestellt hat, hat er immer eine Kerze bei sich. – Er stand Christus sehr nahe. – Er führte in München sein Teaterstück auf. ("Da kannst Du es ein Jahr lang studieren und verstehst es nicht") die Kleider hat er gezeichnet, die Musik geschrieben. – Einen Chemiker hat er belehrt. – Löwy Simon Seidenhändler in Paris Quai Moncey hat von ihm die besten geschäftlichen Ratschläge bekommen. Er hat seine Werke ins Französische übersetzt. Die Hofrätin hatte daher in ihrem Notizbuch stehn "Wie erlangt man die Erkenntnis höherer Welten? bei S. Löwy in Paris." – In der Wiener Loge ist ein Theosoph 65 Jahre alt, riesig stark, früher ein großer Trinker mit dickem Kopf, der immerfort glaubt und immerfort Zweifel hat. Es soll sehr lustig gewesen sein, wie er einmal bei einem Kongreß in Budapest bei einem Nachtmahl auf dem Blocksberg an einem Mondscheinabend, als unerwartet Dr. Steiner in die Gesellschaft kam, vor Schrecken mit seinem Krügel hinter einem Bierfaß sich versteckte (trotzdem Dr. Steiner darüber nicht böse gewesen wäre) – Er ist vielleicht nicht der größte gegenwärtige Geistesforscher, aber er allein hat die Aufgabe bekommen die Theosophie mit der Wissenschaft zu vereinigen. Daher weiß er auch alles. –</p>

<p>In sein Heimatsdorf kam einmal ein Botaniker, ein großer okkulter Meister. Der erleuchtete ihn. – Daß ich Dr. Steiner aufsuchen werde, wurde mir von der Dame als beginnende Rückerinnerung ausgelegt. – Der Arzt der Dame hat, als sich bei ihr die Anfänge einer Influenza zeigten, Dr. Steiner um ein Mittel gefragt, dieses der Dame verschrieben und sie damit gleich gesund gemacht – Eine Französin verabschiedete sich von ihm mit "Au revoir". Er schüttelte hinter ihr die Hand. Nach 2 Monaten starb sie. Noch ein ähnlicher Münchner Fall. – Ein Münchner Arzt heilt mit Farben, die Dr. Steiner bestimmt. Er schickt auch Kranke in die Pinakothek mit der Vorschrift vor einem bestimmten Bild eine halbe Stunde oder länger sich zu koncentrieren. – Atlantische Weltuntergang, lemurische Untergang und jetzt der durch Egoismus. – Wir leben in einer entscheidenden Zeit. Der Versuch des Dr. Steiner wird gelingen, wenn nur die arrhimanischen Kräfte nicht überhand nehmen. – Er ißt 2 Liter Mandelmilch und Früchte, die in der Höhe wachsen. – Er verkehrt mit seinen abwesenden Schülern vermittelst Denkformen, die er zu ihnen ausschickt, ohne sich nach der Erzeugung weiter mit ihnen zu beschäftigen. Sie nützen sich aber bald ab und er muß sie wieder herstellen – Frau Fanta: Ich habe ein schlechtes Gedächtnis. Dr. St. Essen Sie keine Eier.!!!28 March 1911. The painter Pollak-Karlin, his wife with two large wide front teeth tapering her large, rather flat face, Frau Hofrath Bittner, the composer's mother, whose age so brings out her strong skeleton that at least while sitting she looks like a man: - Dr. Steiner is so very occupied with his absent students - At the lecture the dead crowd around him so. Intellectual curiosity? But do they actually need it. Apparently so. - Sleeps 2 hours. Ever since his electric lights were once cut off, he always has a candle by him. - He stood very near Christ. - He staged his theater piece in Munich. ("You can study it a whole year and still not understand it.") He designed the costumes, wrote the music. - He gave instruction to a chemist. Simon Löwy, silk merchant in Paris, Quai Moncey, got the best business advice from him. He translated his work into French. Thus the Hofrat's wife has written in her notebook, "How does one achieve the knowledge of higher worlds? At S. Löwy's in Paris." - In the Vienna lodge is a 65-year-old Theosophist, strong as a giant, formerly a great drunkard with a thick head, who continually believes and continually has doubts. Supposedly it was very funny when, once at a congress in Budapest, at a dinner on Blocksberg one moonlit night, Dr. Steiner came unexpectedly into the gathering and he hid in fear behind a beer barrel with a mug (though Dr. Steiner would not have been angry at this) - Perhaps he is not the greatest living psychic researcher, but he alone has received the task of uniting Theosophy with science. That's also why he knows everything.</p>

<p>Once a botanist, a great master of the occult, came to his native village. He enlightened him. - That I would look up Dr. Steiner was interpreted by the lady for me  as the beginning of recollection. - The lady's doctor had, when she showed the first signs of influenza, asked Dr. Steiner about a remedy, prescribed it to the woman so that she got better immediately. - A Frenchwoman took leave of him with "Au revoir." He shook his hand behind her. Two months later she died. Yet another similar case in Munich. - A Munich doctor heals using colors picked out by Dr. Steiner. Also he sends patients into the Pinakotheque with instructions to concentrate on a particular picture for a half hour or longer. - Destruction of Atlantis, fall of Lemuria, and now through egoism. - We live in a decisive time. Dr. Steiner's efforts will be successful if only the powers of Ahriman do not gain the upper hand. - He eats two liters of almond milk and fruits that grow in the air. - He keeps company with his absent students by means of thought forms, which he sends out to them without bothering about them after they have produced. But soon they wear off and he must generate more - Mrs. Fanta: I have a bad memory. Dr St. Don't eat any eggs.</p>]]>

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<title>!!!Teosophische Vorträge des Dr. Rudolf Steiner!!!Theosophical lectures by Dr. Rudolf Steiner</title>
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<issued>2006-11-27T18:38:54Z</issued>
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<summary type="text/plain">!!!26 III 11 Teosophische Vorträge des Dr. Rudolf Steiner Berlin. Retorische Wirkung: Behagliche Besprechung der Einwände der Gegner, der Zuhörer staunt über diese starke Gegnerschaft, weitere Ausführung und Belobung dieser Einwände, der Zuhörer geräth in Sorge, völlige Versenkung in diese...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!26 III 11</p>

<p>Teosophische Vorträge des Dr. Rudolf Steiner Berlin. Retorische Wirkung: Behagliche Besprechung der Einwände der Gegner, der Zuhörer staunt über diese starke Gegnerschaft, weitere Ausführung und Belobung dieser Einwände, der Zuhörer geräth in Sorge, völlige Versenkung in diese Einwände als gebe es sonst nichts, der Zuhörer hält jetzt eine Widerlegung überhaupt für unmöglich und ist mit einer flüchtigen Beschreibung der Verteidigungsmöglichkeit mehr als zufriedengestellt.</p>

<p>Dieser rhetorische Effekt entspricht übrigens der Vorschrift der devotionellen Stimmung. – Dauerndes Anschauen der Fläche der vorgehaltenen Hand. – Auslassen des Schlußpunktes. Im allgemeinen fängt der gesprochene Satz mit seinem großen Anfangsbuchstaben beim Redner an, biegt sich in seinem Verlaufe so weit er kann zu den Zuhörern hinaus und kehrt mit dem Schlußpunkt zu dem Redner zurück. Wird aber der Punkt ausgelassen, dann weht der nicht mehr gehaltene Satz unmittelbar mit ganzem Atem den Zuhörer an.</p>

<p>früher Vortrag Loos und Kraus.!!!26 March 1911</p>

<p>Theosophical lectures by Dr. Rudolf Steiner, Berlin. Rhetorical effect: relaxed discussion of the objections of opponents, the listener is amazed by this strong opposition, further development and enlivening of these objections, the listener falls into worry, sinks entirely into these objections as if there were nothing else, now the listener takes a response to be impossible and is more than satisfied with a fleeting description of the possibility of defense.</p>

<p>This rhetorical effect corresponds, incidentally, to the commandment of the devotional spirit. - Continual gazing on the surface of one's extended hand. - Leaving out the final point. In general the spoken sentence begins at the speaker with its great capital letter, in its course bends as far as it can out to the listeners, and turns back to the speaker with the final point. But if the final point is left out, then the sentence, no longer held, blows directly onto the listener with the entire breath.</p>

<p>Earlier a lecture by Loos and Kraus.</p>]]>

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<title>!!!Die städtische Welt!!!The urban world</title>
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<issued>2006-09-16T19:10:13Z</issued>
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<summary type="text/plain">!!!Die städtische Welt. Oskar M. ein älterer Student – wenn man ihn nahe ansah, erschrak man vor seinen Augen – blieb an einem Winternachmittag mitten im Schneefall auf einem leeren Platze stehn in seinen Winterkleidern mit dem Winterrock darüber einem...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!Die städtische Welt.</p>

<p>Oskar M. ein älterer Student – wenn man ihn nahe ansah, erschrak man vor seinen Augen – blieb an einem Winternachmittag mitten im Schneefall auf einem leeren Platze stehn in seinen Winterkleidern mit dem Winterrock darüber einem Shawl um den Hals und einer Fellmütze auf dem Kopf. Er zwinkerte mit den Augen vor Nachdenken. So sehr hatte er sich in Gedanken verlassen, daß er einmal die Mütze abnahm und mit ihrem krausen Fell sich über das Gesicht strich. Endlich schien er zu einem Schluß gekommen und wendete sich mit einer Tanzdrehung zum Heimweg. Als er die Tür des elterlichen Wohnzimmers öffnete, sah er seinen Vater einen glattrasierten Mann mit schwerem Fleischgesicht der Tür zugekehrt an einem leeren Tische sitzen. "Endlich" sagte dieser kaum daß Oskar den Fuß ins Zimmer gesetzt hatte bleib ich bitte Dich bei der Tür, ich habe nämlich eine solche Wut auf Dich, daß ich meiner nicht sicher bin. Aber Vater sagte Oskar und merkte erst beim Reden wie er gelaufen war. Ruhe schrie der Vater und stand auf, wodurch er ein Fenster verdeckte. Ruhe befehle ich. Und Deine Aber laß Dir, verstehst Du. Dabei nahm er den Tisch mit beiden Händen und trug ihn einen Schritt Oskar näher. Dein Lotterleben ertrage ich einfach nicht länger. Ich bin ein alter Mann. In Dir dachte ich einen Trost des Alters zu haben, indessen bist Du für mich ärger als alle meine Krankheiten. Pfui über einen solchen Sohn, der durch Faulheit, Verschwendung, Bosheit, und Dummheit seinen alten Vater ins Grab drängt. Hier verstummte der Vater, bewegte aber sein Gesicht, als rede er noch. Lieber Vater sagte Oskar und gieng vorsichtig dem Tisch zu, beruhige Dich, alles wird gut werden. Ich habe heute einen Einfall gehabt, der mich zu einem tätigen Menschen machen wird, wie Du es Dir nur wünschen kannst. Wie das? fragte der Vater und sah in eine Zimmerecke. Vertraue mir nur, beim Abendessen werde ich Dir alles erklären. In meinem Innern war ich immer ein guter Sohn, nur daß ich es nach außen nicht zeigen konnte, verbitterte mich so, daß ich Dich lieber ärgerte, wenn ich Dich schon nicht erfreuen konnte. Jetzt aber laß mich noch ein wenig spazieren gehn damit sich meine Gedanken klarer entwickeln. Der Vater, der sich zuerst aufmerksam werdend auf den Tischrand gesetzt hatte, stand auf: Ich glaube nicht, daß das, was Du jetzt gesagt hast viel Sinn hat, ich halte es eher für Geschwätz. Aber schließlich bist Du mein Sohn – Komm rechtzeitig wir werden zuhause nachtmahlen und Du kannst Deine Sache dann vortragen. Dieses kleine Vertrauen genügt mir, ich bin Dir dafür vom Herzen dankbar. Aber ist es denn nicht schon an meinen Blicken zu sehn, daß ich mit einer ernsten Sache vollkommen beschäftigt bin? Ich sehe vorläufig nichts sagte der Vater. Aber es kann auch meine Schuld sein, denn ich bin aus der Übung gekommen, Dich überhaupt anzusehn. Dabei machte er, wie es seine Gewohnheit war, durch regelmäßiges Beklopfen der Tischplatte darauf aufmerksam, wie die Zeit vergieng. Die Hauptsache aber ist, daß ich gar kein Vertrauen mehr zu Dir habe Oskar. Wenn ich Dich einmal anschreie – wie Du gekommen bist, habe ich Dich doch angeschrien? nicht wahr? – so tue ich das nicht in der Hoffnung, es könnte Dich bessern, ich tue es nur in Gedanken an Deine arme gute Mutter, die jetzt vielleicht noch kein unmittelbares Leid über Dich verspürt, aber schon an der Anstrengung, ein solches Leid abzuwehren, denn sie glaubt Dir dadurch irgendwie zu helfen, langsam zugrundegeht. Aber schließlich sind das ja Sachen die Du sehr gut weißt und ich hätte schon aus Rücksicht auf mich nicht wieder an sie erinnert, wenn Du mich durch Deine Versprechungen nicht dazu gereizt hättest. Während der letzten Worte trat das Dienstmädchen ein, um nach dem Feuer im Ofen zu sehn. Kaum hatte sie das Zimmer verlassen, als Oskar ausrief: Aber Vater! Ich hätte das nicht erwartet. Wenn ich nur einen kleinen Einfall gehabt hätte, sagen wir, einen Einfall zu meiner Dissertation, die ja doch schon 10 Jahre in meinem Kasten liegt und Einfälle braucht wie Salz so ist möglich wenn auch nicht wahrscheinlich, daß ich wie es heute geschehen ist, vom Spaziergang nach Hause gelaufen wäre und gesagt hätte: Vater ich habe glücklicherweise diesen und diesen Einfall. Wenn Du daraufhin mit Deiner ehrwürdigen Stimme die Vorwürfe von vorhin mir ins Gesicht gesagt hättest, dann wäre mein Einfall einfach weggeblasen gewesen und ich hätte sofort mit irgendeiner Entschuldigung oder ohne solche abmarschieren müssen. Jetzt dagegen! Alles was Du gegen mich sagst, hilft meinen Ideen, sie hören nicht auf, stark werdend füllen sie mir den Kopf. Ich werde gehn, weil ich nur im Alleinsein Ordnung in sie bringen kann. Er schluckte an seinem Athem in dem warmen Zimmer. Es kann ja auch eine Lumperei sein, die Du im Kopf hast sagte der Vater mit großen Augen dann glaube ich schon, daß sie Dich festhält. Wenn sich aber etwas Tüchtiges in Dich verirrt hat, entlauft es Dir über Nacht. Ich kenne Dich. Oskar drehte den Kopf, als halte man ihn am Halse. Laß mich jetzt. Du bohrst überflüssiger Weise in mich hinein. Die bloße Möglichkeit, daß Du mein Ende richtig voraussagen kannst, sollte Dich wahrhaftig nicht dazu verlocken, mich in meiner guten Überlegung zu stören. Vielleicht gibt Dir meine Vergangenheit das Recht dazu, aber Du solltest es nicht ausnützen. Da siehst Du am besten, wie groß Deine Unsicherheit sein muß, wenn sie Dich dazu zwingt, so gegen mich zu sprechen. Nichts zwingt mich sagte Oskar und zuckte im Genick. Er trat auch ganz eng an den Tisch heran, so daß man nicht mehr wußte wem er gehörte. Was ich sagte, sagte ich in Ehrfurcht und sogar aus Liebe zu Dir, wie Du später noch sehen wirst, denn an meinen Entschlüssen hat die Rücksichtnahme auf Dich und Mama den größten Anteil. Da muß ich Dir schon jetzt danken sagte der Vater da es ja sehr unwahrscheinlich ist, daß Deine Mutter und ich im rechten Augenblick noch dessen fähig sein werden. Bitte Vater laß doch die Zukunft noch schlafen, wie sie es verdient. Wenn man sie nämlich vorzeitig weckt, bekommt man dann eine verschlafene Gegenwart. Daß Dir das aber erst Dein Sohn sagen muß. Auch wollte ich Dich ja noch nicht überzeugen, sondern Dir nur die Neuigkeit melden. Und das wenigstens ist mir, wie Du selbst zugeben mußt gelungen. Jetzt Oskar wundert mich eigentlich noch eins: warum Du mit einer solchen Sache wie heute nicht schon öfters zu mir gekommen bist. Sie entspricht so Deinem bisherigen Wesen. Nein tatsächlich, es ist mein Ernst.</p>

<p>Ja hättest Du mich dann durchgehaut statt mir zuzuhören. Ich bin hergelaufen, das weiß Gott, um Dir rasch eine Freude zu machen. Verraten kann ich Dir aber nichts solange mein Plan nicht vollständig fertig ist. Warum strafst Du mich also für meine gute Absicht und willst von mir Erklärungen haben, die jetzt noch der Ausführung meines Planes schaden könnten.</p>

<p>Schweig ich will gar nichts wissen. Aber ich muß Dir sehr rasch antworten, weil Du Dich zur Tür zurückziehst und offenbar etwas sehr Dringendes vorhast: Meine erste Wut hast Du mit Deinem Kunststück beruhigt, &#151; nur mir ist jetzt noch trauriger zu Mut als früher und deshalb bitte ich Dich – wenn Du darauf bestehst kann ich auch die Hände falten – sage wenigstens der Mutter nichts von Deinen Ideen. Laß es mit mir genug sein.</p>

<p>Das ist ja nicht mein Vater der so mit mir spricht rief Oskar, der den Arm schon auf die Türklinke gelegt hatte. Es ist seit Mittag etwas mit Dir vorgegangen oder Du bist ein fremder Mensch, dem ich jetzt zum erstenmal im Zimmer meines Vaters begegne. Mein wirklicher Vater – Oskar schwieg einen Augenblick mit offenem Mund – er hätte mich doch umarmen müssen, er hätte die Mutter hergerufen. Was hast Du Vater?</p>

<p>Du solltest lieber mit Deinem wirklichen Vater nachtmahlen, mein ich. Es würde vergnügter zugehn.</p>

<p>Er wird schon kommen. Schließlich kann er nicht ausbleiben. Und die Mutter muß dabei sein. Und Franz den ich jetzt hole. Alle. Darauf drängte Oskar mit der Schulter gegen die leicht aufgehende Türe, als habe er sich vorgenommen, sie einzudrücken.</p>

<p>In Franzens Wohnung angekommen beugte er sich zur kleinen Hauswirtin mit den Worten: Der Herr Ingenieur schläft ich weiß, das macht nichts, und ohne sich um die Frau zu kümmern, die aus Unzufriedenheit mit dem Besuch nutzlos im Vorzimmer auf und ab gieng, öffnete er die Glastür, die als sei sie an einer empfindlichen Stelle gefaßt in seiner Hand erzitterte und rief unbekümmert um das Innere des Zimmers, das er noch kaum sah: Franz, aufstehn. Ich brauch Deinen fachmännischen Rat. Aber hier im Zimmer halte ich es nicht aus, wir müssen ein bischen spazierengehn, Du mußt auch bei uns nachtmahlen. Also rasch. Sehr gern sagte der Ingenieur von seinem Lederkanapee her aber was zuerst aufstehn nachtmahlen spazierengehn, Ratgeber Einiges werde ich auch überhört haben. Vor allem keine Witze machen Franz. Das ist das Wichtigste, das habe ich vergessen. Den Gefallen mach ich Dir sofort. Aber das Aufstehn – Ich würde lieber zweimal für Dich nachtmahlen als einmal aufstehn. Also jetzt auf! Keine Widerrede. Oskar faßte den schwachen Menschen vorn beim Rock und setzte ihn auf. Du bist aber rabiat weißt Du. Alle Achtung. Er wischte sich mit beiden kleinen Fingern die geschlossenen Augen aus. Sag. Hab ich dich schon einmal so vom Kanape gerissen. Aber Franz sagte Oskar mit verzogenem Gesicht zieh Dich schon an. Ich bin doch kein Narr, daß ich Dich ohne Grund geweckt hätte. – Ebenso habe ich auch nicht ohne Grund geschlafen. Ich habe gestern Nachtdienst gehabt, dann bin ich heute schon um meinen Mittagsschlaf gekommen, auch Deinetwegen – Wieso? Ach was, es ärgert mich schon, wie wenig Rücksicht Du auf mich nimmst. Es ist nicht das erste Mal. Natürlich Du bist ein freier Student und kannst machen was Du willst. Jeder ist nicht so glücklich. Da muß man doch Rücksichten nehmen, zum Kuckuck. Ich bin zwar Dein Freund, aber deshalb hat man mir noch meinen Beruf nicht abgenommen. – Er zeigte das durch Hin&#151; und Herschütteln der flachen Hände. Muß ich aber nach Deinem jetzigen Mundwerk nicht glauben, daß Du mehr als genug ausgeschlafen bist sagte Oskar der sich auf einen Bettpfosten hinaufgezogen hatte von wo er den Ingenieur ansah als habe er schon etwas mehr Zeit wie früher. Also was willst Du eigentlich von mir? oder besser gesagt warum hast Du mich geweckt fragte der Ingenieur und rieb sich stark den Hals unter seinem Ziegenbart in dieser nähern Beziehung, die man nach dem Schlaf zu seinem Körper hat. Was ich von Dir will sagte Oskar leise und gab dem Bett einen Stoß mit dem Fußabsatz. Sehr wenig. Ich habe es Dir doch schon aus dem Vorzimmer gesagt: daß Du Dich anziehst. Wenn Du damit Oskar andeuten willst, daß mich Deine Neuigkeit sehr wenig interessiert, so hast Du ganz recht. Das ist ja gut, so wird das Feuer, in das sie Dich setzen wird, ganz auf ihre eigene Rechnung gehn, ohne daß sich unsere Freundschaft eingemischt hätte. Die Auskunft wird auch klarer sein, ich brauche klare Auskunft, das halte Dir vor Augen. Wenn Du aber vielleicht Kragen und Kravatte suchst, sie liegen dort auf dem Sessel. Danke sagte der Ingenieur, und fieng an Kragen u. Kravatte zu befestigen auf Dich kann man sich halt doch verlassen.!!!The urban world.</p>

<p>Oskar M., an older student&#151;if one looked at him closely, one was frightened by his eyes&#151;stood one winter afternoon in the midst of the falling snow on an empty stretch, in his winter clothes with a winter coat on top, a shawl around his neck, and a fur cap on his head. He squinted his eyes in deliberation. He had lost himself so deeply in thought that at one point he took off his cap and brushed the fuzzed fur over his face. At last he seemed to reach some conclusion and turned with a dance step toward the road home. As he opened the door of his parents' living room he saw his father, a clean&#151;shaven man with a fleshy face, facing the door from his seat at an empty table. "Finally," he said, Oskar having scarcely set foot in the room, I'm waiting here for you at the door, I'm so furious with you that I can hardly handle myself. But father, said Oskar, and only on speaking noticed how he had been running. Quiet, his father shouted and stood up, blocking a window. Quiet, I order you. And no arguments from you, you understand. Meanwhile he took the table with both hands and dragged it a step closer to Oskar. I won't put up with your idle life any more. I'm an old man. I thought that in you I'd have a consolation for my old age, that's what makes you a torment worse than all my illnesses. Blast such a son&#151;through laziness, wastefulness, spite, and stupidity, he's pushing his old father into the grave. Here Oskar's father fell silent, but moved his face as if he were still speaking. Dear father, said Oskar, and moved cautiously toward the table, calm down, everything will be fine. I've had an idea today that will make a hardwoking man of me, as you could only hope for. What's that? asked his father and looked into a corner. Just trust me, I'll explain everything to you over dinner. Deep down I've always been a good son, it's just that I couldn't show it on the outside, I was so bitter that I would rather torment you, if there was no way I could make you happy. But just let me go for a short walk now, so that I can get my thoughts clearer. Oskar's father, at first paying close attention, had sat down on the table's edge, now he stood: I don't believe there's much sense in what you just said, I'd sooner take it for blather. But in the end you're my son &#151; come back on time, we'll have dinner at home, and you can tell me the matter then. That little trust is all I need, I'm thankful to you from the bottom of my heart. But isn't it plain to see in my eyes that I'm entirely occupied with a serious matter? At the moment I don't see anything, said Oskar's father. But that could also be my fault, after all I've gotten used to looking right past you. Meanwhile, as was his habit, he struck regular blows against the tabletop as a reminder of passing time. But what matters is that I don't trust you at all any more, Oskar. If I shout at you &#151; when you arrived I shouted at you, didn't I? &#151; I do it only in the hope that it might improve you, I do it only for the thought of your poor good mother, who perhaps now feels no immediate sorrow over you, but is slowly going to ruin from the effort of fending off that sorrow, since she imagines that this will help you somehow. But in the end this is something you already know quite well, and for my sake alone I wouldn't have reminded you of it if you hadn't provoked me with your promises. During these last words, the servant girl stepped in to check on the fire in the oven. Scarcely had she left the room when Oskar called out: But father! I wouldn't have expected that. If I'd had only a small idea, let's say an idea about my dissertation, that's been sitting a good ten years in my chest and needs ideas like salt, so it's possible, if not even highly probable, that just as happened today I would have come running home from my walk and said: Father, happily I've had this and this idea. And if then, with your venerable voice, you had spoken those accusations from a little while ago into my face, then my idea would have been simply blown away and I would have had to march off with some excuse, or without one. But now! Everything you say against me helps my ideas, they don't cease, they get stronger and fill up my head. I'll go, because only in privacy can I set them in order. He gulped at his breath in the warm room. And it could also be a dirty trick that you have in your head, said his father with wide eyes, now I believe it has got hold of you. But if something capable gets into you by mistake, then it runs out of you overnight. I know you. Oskar shook his head as if he were being held by the neck. Let me alone. It's most unnecessary how you're drilling into me. The mere possibility that you might be able to predict my future really shouldn't tempt you to disturb my careful deliberations. Perhaps my past gives you that right, but you shouldn't make use of it. There you see best how great your insecurity must be, if it forces you to speak against me like this. Nothing forces me, said Oskar, and jerked his neck. He even stepped much closer to the table, so that one could no longer tell to whom it belonged. What I said, I said in awe, and even from love for you, as you'll see later, for the greatest part of my decisions comes out of consideration for you and Mama. Then I shall have to thank you, said his father, since it's highly unlikely that your mother and I will still be able to do so at the appropriate moment. Please father, let the future sleep for now, as it deserves. If you wake it too early, you get a groggy present. But that your son should have to tell you this! It's not even that I wanted to convince you, but only to announce the news. And that at least, as you have to admit, I've accomplished. Now Oskar only one thing still amazes me: why you haven't often before come to me with a thing like today's. It fits your previous nature so well. No, in fact I'm serious.</p>

<p>Yes, and you would have struck me instead of listening to me. I ran here so quickly, God knows, to give you some joy. But I can't give away anything to you until my plan is completely finished. So why do you berate me for my good intentions, and demand explanations from me that might hinder the accomplishment of my plan.</p>

<p>Quiet I don't want to know a thing. But I must answer you very quickly, since you're drawing back to the door and obviously have something very urgent in mind: you calmed my original anger with your piece of artistry, &#151; only now it's all the sadder for me than before and so I beg you &#151; if you stay longer I can even fold my hands &#151; at least say nothing of your ideas to your mother. Let it be enough with me.</p>

<p>That certainly isn't my father who's speaking this way, cried Oskar, who had already laid his arm on the doorknob. Something has come over you since noon, or you're a stranger I'm now meeting for the first time in my father's room. My real father &#151; Oskar was silent a moment, his mouth open &#151; he would surely have embraced me, he would have called for my mother. What has happened to you, father?</p>

<p>You'd better eat dinner with your real father, I think. It would be more pleasant.</p>

<p>He'll come soon. He can't stay away much longer. And my mother must be with him. And Franz, whom I'm calling now. All of them. And Oskar pushed his shoulder against the easily moved door, as if he had meant to break it down.</p>

<p>Having arrived at Franz's apartment, he bowed to the small landlady with the words: I know the Herr Engineer is sleeping, that means nothing, and with no further regard for the woman, who was moving uselessly back and forth in the hallway from displeasure at the visit, he opened the glass door, which trembled in his hand as if touched in a delicate position, and called carelessly into the room, which he still scarcely saw: Franz, get up. I need your professional advice. But I can't stand it here in the room, we'll have to go for a little walk, you'll have to eat dinner with us too. So quickly now. With pleasure, said the engineer from his leather sofa, but which first, getting up, going for a walk, eating dinner, giving advice, and I probably missed some of it. And above all, no little jokes, Franz. That's the most important, I forgot that. I'll do you the favor immediately. But getting up &#151; I'd rather eat dinner for you twice than get up for you once. Up now! No arguments. Oskar grabbed the weak man by the front of his clothes and sat him up. But you're raving, you know. With all respect. He rubbed at his closed eyes with both little fingers. Say. Have I ever torn you like this from the sofa. But Franz, said Oskar with a twisted face, get dressed now. I'm not some idiot who's woken you for no reason. &#151; Just as I don't sleep for no reason. I had the night shift last night, so I've just now gotten to my midday sleep, on your account too &#151; How so? Oh, how it irritates me, how little consideration you take for me. It isn't the first time. Naturally you're a free student and can do whatever you like. Not everyone is so lucky. So you really have to be considerate, for God's sake. Of course I'm your friend, but they haven't lessened my work because of that. He illustrated this by shaking his open hands back and forth. But mustn't I believe, from how you're talking now, that you've slept more than enough, said Oskar, who had drawn himself up on a bedpost and from it looked at the engineer as if he had somewhat more time than earlier. So what do you actually want from me? or better said, why did you wake me? asked the engineer, and heavily rubbed his neck beneath his goatee, in the close connection with one's body that one has after sleeping. What I want from you, said Oskar gently, and gave the bed a small push with his heel. Very little. I already told to you from the hall: for you to get dressed. If you want to suggest by this, Oskar, that your news interests me very little, then you're completely right. That's just fine, then it will set you on fire on your own account, even without our friendship getting involved. The information too will become clearer, I need clear information, keep that thought foremost. If you're perhaps looking for your collar and necktie, they're lying there on the armchair. Thanks, said the engineer and began to fasten his collar and tie, one really can depend on you.</p>]]>

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<title>!!!Marc Henry&amp;#151;Delvard!!!Marc Henry&amp;#151;Delvard</title>
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<![CDATA[<p>!!!Marc Henry&#151;Delvard. Das durch den leeren Saal erzeugte tragische Gefühl im Zuschauer begünstigt die Wirkung ernster Lieder, schadet den lustigen.&#151;Henry prologiert, unterdes die Delvard hinter einem Vorhang, der, was sie nicht weiß durchscheinend ist sich die Haare ordnet.&#151;Wetzler der Veranstalter scheint bei schlechtbesuchten Veranstaltungen seinen assyrischen Bart, der sonst tiefschwarz ist, graumeliert zu tragen.&#151;Gut sich von so einem Temperament anblasen zu lassen, das hält für 24 Stunden, nein nicht solange.&#151;Viel Kleideraufwand, bretonische Kostüme, der unterste Unterrock ist der längste, so daß man den Reichtum von der Ferne zählen kann.&#151;Zuerst begleitet die Delvard, weil man einen Begleiter sparen wollte, in einem weiten ausgeschnittenen grünen Kleid und friert.&#151;Pariser Straßenrufe. Zeitungsausträger sind ausgelassen.&#151;Jemand spricht mich an, ehe ich aufatme bin ich verabschiedet.&#151;Delvard ist lächerlich, sie hat das Lächeln alter Jungfern, eine alte Jungfer des deutschen Kabarets, mit einem roten Shawl, den sie sich hinter dem Vorhang holt, macht sie Revolution, Gedichte von Dauthendey mit der gleichen zähen nicht zu zerhackenden Stimme. Nur wie sie frauenhaft anfangs am Klavier saß, war sie lieb.&#151;Bei dem Lied "a Batignolles" spürte ich Paris im Hals. Batignolles soll rentnerhaft sein, auch seine Apachen. Bruant hat jedem Quartier sein Lied gemacht.!!!Marc Henry&#151;Delvard. The tragic feeling created in the audience by the empty hall heightens the effect of serious songs, harms the lively ones.&#151;Henry gives a prologue while Delvard, behind a curtain that she doesn't realize is transparent, arranges her hair.&#151;At badly attended performances, Wetzler the presenter seems to wear his Assyrian beard, which is otherwise deep black, with tinges of gray.&#151;Good to let such a temperament blow over you, it lasts for 24 hours, no not so long.&#151;A lot of clothing on display, Breton costumes, the inner underskirt is the longest so that one can count up the richness from a distance.&#151;At first Delvard accompanies, since they wanted to save an accompanist, in a broad low-cut green dress, and freezes.&#151;Parisian street calls. Newsboys are left out.&#151;Someone speaks to me, before I can breathe out I am bid farewell.&#151;Delvard is ridiculous, she has an old maid's smile, an old maid from the German cabaret, she gets a red shawl from behind the curtain and plays revolution, poems by Dauthendey in the same tough, indestructible voice. Only when she first sat like a woman at the piano was she endearing.&#151;At the song "a Batignolles" I felt Paris in my throat. Batignolles is supposed to be living on pension, even its Apaches. Bruant wrote a song for each of its quarters.</p>]]>

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<title>!!!Als wäre ich eines zweiten Lebens ganz gewiß!!!As if I were entirely certain of a second life</title>
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<![CDATA[<p>!!!21. II 11 Mein Leben hier ist so, als wäre ich eines zweiten Lebens ganz gewiß, so wie ich z. B. den mißlungenen Aufenthalt in Paris im Hinblick darauf verschmerzte, daß ich danach streben werde bald wieder hinzukommen. Hiebei der Anblick der scharf getrennten Licht- und Schattenpartien auf dem Gassenpflaster.</p>

<p>Einen Augenblick fühlte ich mich umpanzert.</p>

<p>Wie fern sind mir z. B. die Armmuskeln.!!!21 February 1911</p>

<p>I live my life here as if I were entirely certain of a second life, as if for example I had entirely gotten over the failed time spent in Paris, since I will strive to return soon. Connected to this, the sight of the sharply divided light and shadow on the street paving.</p>

<p>For a moment I felt myself covered in armor.</p>

<p>How distant, for example, are the muscles of my arms.</p>]]>

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<title>!!!Kleist Jugendbriefe!!!Kleist&apos;s youthful letters</title>
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<summary type="text/plain">!!!Kleist Jugendbriefe 22 Jahre alt. Gibt den Soldatenstand auf. Zuhause fragt man: Also welche Brodwissenschaft, denn die hielt man für selbstverständlich. Du hast die Wahl zwischen Jurisprudenz u. Kameralwissenschaft. Aber hast Du auch Konnexionen bei Hofe? &quot;Ich verneinte anfänglich etwas...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!Kleist Jugendbriefe 22 Jahre alt. Gibt den Soldatenstand auf. Zuhause fragt man: Also welche Brodwissenschaft, denn die hielt man für selbstverständlich. Du hast die Wahl zwischen Jurisprudenz u. Kameralwissenschaft. Aber hast Du auch Konnexionen bei Hofe? "Ich verneinte anfänglich etwas verlegen, aber erklärte darauf umso viel stolzer, daß ich wenn ich auch Konnexionen hätte, mich nach meinen jetzigen Begriffen schämen müßte, darauf zu rechnen. Man lächelte, ich fühlte, daß ich mich übereilt hatte. Solche Wahrheiten muß man sich hüten auszusprechen"!!!Kleist's youthful letters, age 22. Quits his military position. At home they ask him: So which practical studies for you, since they considered that self-evident. You have a choice between jurisprudence & political science. But do you have any connections at court? "I answered no, somewhat embarrassed at first, but went on to explain much more proudly that if I did have any connections, with my current ideas I would be ashamed to count on them. They smiled, I felt I had been too hasty. One must take care not to voice such truths"</p>]]>

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<title>!!!Die jungen reinen gut gekleideten Jungen!!!The young pure well-dressed youths</title>
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<summary type="text/plain">!!!Die jungen reinen gut gekleideten Jungen neben mir im Promenoir erinnerten mich an meine Jugend und machten daher einen unappetitlichen Eindruck auf mich.!!!The young pure well-dressed youths beside me in the gallery remind me of my own youth, and so...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!Die jungen reinen gut gekleideten Jungen neben mir im Promenoir erinnerten mich an meine Jugend und machten daher einen unappetitlichen Eindruck auf mich.!!!The young pure well-dressed youths beside me in the gallery remind me of my own youth, and so make an unappetizing impression on me.</p>]]>

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<title>!!!Kleine Städte haben auch kleine Umgebungen!!!Small cities also have small surroundings for those taking walks.</title>
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<summary type="text/plain">!!!Kleine Städte haben auch kleine Umgebungen für den Spaziergänger.!!!Small cities also have small surroundings for those taking walks....</summary>
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<![CDATA[<p>!!!Kleine Städte haben auch kleine Umgebungen für den Spaziergänger.!!!Small cities also have small surroundings for those taking walks.</p>]]>

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<title>!!!Mella Mars in der &quot;Lucerna&quot;!!!Mella Mars in the &quot;Lucerna&quot;</title>
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<summary type="text/plain">!!!20. II 11 Mella Mars in der &quot;Lucerna&quot;. Eine witzige Tragödin, die gewissermaßen auf einer verkehrten Bühne so auftritt, wie sich Tragödinnen manchmal hinter der Szene zeigen. Beim Auftreten hat sie ein müdes, allerdings auch flaches leeres altes Gesicht, wie...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!20. II 11</p>

<p>Mella Mars in der "Lucerna". Eine witzige Tragödin, die gewissermaßen auf einer verkehrten Bühne so auftritt, wie sich Tragödinnen manchmal hinter der Szene zeigen. Beim Auftreten hat sie ein müdes, allerdings auch flaches leeres altes Gesicht, wie dies für alle bewußten Schauspieler ein natürlicher Anlauf ist. Sie spricht sehr scharf auch ihre Bewegungen sind so von dem durchgebogenen Daumen angefangen, der statt der Knochen harte Sehnen zu haben scheint. Besondere Wandlungsfähigkeit ihrer Nase durch die wechselnden Lichter und Vertiefungen der ringsherum spielenden Muskeln. Trotz der ewigen Blitze ihrer Bewegungen und Worte pointiert sie zart.!!!20 February 1911</p>

<p>Mella Mars in the "Lucerna." A witty tragedienne, who as it were entered onto an inside-out stage, as tragediennes sometimes show themselves behind the scenery. On her entrance she had a tired, in fact even a flat, empty, old face, the sort that is a natural start for all famous actors. She speaks very sharply, her movements too are sharp, beginning from her bent-back thumbs which seem to have hard sinews in place of bones. Particular changeability of her nose through the shifting highlights and depths of the muscles playing around it. In spite of the unending flashes of her movements and words, she makes her points delicately.</p>]]>

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<title>!!!Wirst Du noch lange hier bleibende!!!Are you going to stay here much longer</title>
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<summary type="text/plain">!!!&quot;Wirst Du noch lange hier bleibende&quot; fragte ich. Bei dem plötzlichen Reden flog mir etwas Speichel als schlechtes Vorzeichen aus dem Mund. Stört&apos;s Dich? Wenn es Dich stört oder vielleicht vom Hinaufgehn abhält gehe ich gleich, sonst aber bliebe ich...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!"Wirst Du noch lange hier bleibende" fragte ich. Bei dem plötzlichen Reden flog mir etwas Speichel als schlechtes Vorzeichen aus dem Mund.</p>

<p>Stört's Dich? Wenn es Dich stört oder vielleicht vom Hinaufgehn abhält gehe ich gleich, sonst aber bliebe ich noch gern, weil ich müde bin.!!!"Are you going to stay here much longer?" I asked. At the sudden speech a bit of spittle flew out of my mouth as a bad omen.</p>

<p>Is it bothering you? If it's bothering you or perhaps keeping you from going up, I'll go right away, but otherwise I'd rather stay here, for I'm tired.</p>]]>

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<title>!!!Die besondere Art meiner Inspiration!!!The particular nature of my inspiration</title>
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<summary type="text/plain">!!!19. II 11 Die besondere Art meiner Inspiration in der ich Glücklichster und Unglücklichster jetzt um 2 Uhr nachts schlafen gehe [sie wird vielleicht, wenn ich nur den Gedanken daran ertrage, bleiben, denn sie ist höher als alle früheren] ist...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!19. II 11</p>

<p>Die besondere Art meiner Inspiration in der ich Glücklichster und Unglücklichster jetzt um 2 Uhr nachts schlafen gehe [sie wird vielleicht, wenn ich nur den Gedanken daran ertrage, bleiben, denn sie ist höher als alle früheren] ist die, daß ich alles kann, nicht nur auf eine bestimmte Arbeit hin. Wenn ich wahllos einen Satz hinschreibe z. B. Er schaute aus dem Fenster so ist er schon vollkommen.!!!19 February 1911</p>

<p>The particular nature of my inspiration, in which I, the happiest and unhappiest of men, now go to sleep at two in the morning [perhaps it will remain, if I can only bear the thought of it, for it exceeds all that came before] is such that I can do anything, and not only for one particular work. If I write down a sentence at random, such as He looked out the window, it is already perfected.</p>]]>

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<title>!!!Bin ich einfach zusammengeklappt!!!I simply folded up</title>
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<summary type="text/plain">!!!19/ II 11 Wie ich heute aus dem Bett steigen wollte bin ich einfach zusammengeklappt. Es hat das einen sehr einfachen Grund, ich bin vollkommen überarbeitet. Nicht durch das Bureau aber durch meine sonstige Arbeit. Das Bureau hat nur dadurch...</summary>
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<![CDATA[<p>!!!19/ II 11</p>

<p>Wie ich heute aus dem Bett steigen wollte bin ich einfach zusammengeklappt. Es hat das einen sehr einfachen Grund, ich bin vollkommen überarbeitet. Nicht durch das Bureau aber durch meine sonstige Arbeit. Das Bureau hat nur dadurch einen unschuldigen Anteil daran, als ich, wenn ich nicht hinmüßte, ruhig für meine Arbeit leben könnte und nicht diese 6 Stunden dort täglich verbringen müßte, die mich besonders Freitag und Samstag, weil ich voll meiner Sachen war gequält haben daß Sie es sich nicht ausdenken können. Schließlich das weiß ich ja ist das nur Geschwätz, schuldig bin ich und das Bureau hat gegen mich die klarsten und berechtigsten Forderungen. Nur ist es eben für mich ein schreckliches Doppelleben, aus dem es wahrscheinlich nur den Irrsinn als Ausweg gibt. Ich schreibe das bei gutem Morgenlicht und würde es sicher nicht schreiben, wenn es nicht so wahr wäre und wenn ich sie nicht so liebte wie ein Sohn.</p>

<p>Im übrigen bin ich morgen schon wieder sicher beisammen und komme ins Bureau, wo ich als erstes hören werde, daß Sie mich aus Ihrer Abteilung weghabenwollen.!!!19 February 1911</p>

<p>When I tried to get out of bed today, I simply folded up. There's a very simple reason for this, I am completely overworked. Not by the office but by my other work. The office has an innocent share in it only in that if I did not have to go there, I could live calmly for my work and would not have to spend six hours there daily, which especially on Friday and Saturday afflicted me to a degree you can't imagine, since I was full of my own affairs. In the end I know perfectly well that these are empty words, that I am guilty and that the office has the clearest and most justified claims against me. But for me in particular it is a terrible double life, from which there is no way out but madness. I write this in good morning light and surely would not write it if it were not so true, and if I did not love you like a son.</p>

<p>For the rest, tomorrow I will surely be together again and will go to the office, where the first thing I hear will be that you want me out of your division.</p>]]>

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